5 Dinge, die nach der WordPress Installation wichtig sind!


Ein Grund, warum WordPress über die letzten Jahre das beliebteste CMS geworden ist, liegt wahrscheinlich auch an der schnellen Installationsroutine. Mit nur wenigen Klicks, lässt sich das beliebte CMS auf nahezu jeden beliebigen Webserver installieren.
Doch viele vergessen, dass es bei einer guten WordPress Seite mit der einfachen Installation noch nicht getan ist.

Im diesem Artikel werde ich also auf die 5 Dinge eingehen, die nach meiner Erfahrung unerlässlich sind für eine professionelle WordPress Webseite.

Tipp 1: Seite absichern

Nicht nur für den Heimrechner Zuhause oder den Arbeitsrechner im Büro ist dieser Punkt wichtig. Nein, auch eine WordPress Seite muss gegen mögliche Sicherheitsrisiken geschützt sein. Gerade durch die enorme Beliebtheit von WordPress, steigt auch die Zahl der Hacker welche wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen vieler Webseiten eine Gefahr darstellen könnten. Dabei gilt WordPress im Allgemeinen als sehr sicher, solange man regelmäßig Sicherheitsupdates installiert und mögliche Angriffsvektoren minimiert. Diese lassen sich in WordPress auch so einstellen, dass sie automatisch installiert werden.

Des weiteren ist ein sicheres Passwort für den Administrator unumgänglich. Passwörter wie „test1234“ sollten dir gar nicht erst in den Sinn kommen, auch wenn sich solche Passwörter sehr gut merken lassen. Schließlich solltest du nicht vergessen, dass du deine Webseite nicht nur von einem Mitbewohner schützt, sondern vor dem gesamten Internet.
Wenn du dir immer noch unsicher bist, bietet sich eine 2 Faktor Authentifizierung für WordPress an.

Ein weiterer Punkt sind veraltete Plugins oder Themes. Viele WordPress Plugins (allen voran die bekannten) werden regelmäßig mit Updates versorgt. Vor allem bei offiiziellen WordPress Plugins wie dem Classic Editor muss man sich wenig Sorgen machen. Trotzdem sollte man immer im Hinterkopf behalten, von wem ein Plugin entwickelt wurde und ob dieser Entwickler dieses auch Regelmäßig mit Updates versorgt. Eine gute Kennzahl bietet hier auch die Anzahl der Installationen eines Plugins. Ein Plugin mit 500.000 Installationen hat in der Regel eine größere Community als ein Plugin mit 500 Installationen. Das bedeutet zwar nicht, dass letztes grundsätzlich schlecht ist, allerdings kann man davon ausgehen dass die Entwickler von beliebten Plugins nicht so schnell „die Lust verlieren“.

Außerdem wichtig: Regelmäßige Backups einrichten. Mit Backups kann man die Webseite wieder in den Zustand eines vergangenen Zeitpunktes bringen. Ob beim Webhoster oder mithilfe eines Plugins für WordPress: Backups sind wichtig um eine Seite wieder in einen lauffähigen Zustand zu bringen, wenn man Opfer eines Angriffes geworden ist oder die Seite durch ein Versehen selbst zerschossen hat.

Tipp 2: Performance

Klar, an die Performance einer Webseite denkt man vielleicht nicht direkt nach dem man eine frische WordPress Webseite aufgesetzt hat. Hier sollte der Speedtest von Google ja eigentlich grandiose Ergebnisse liefern. In der Praxis hat sich jedoch herausgestellt, dass es durchaus wichtig ist die eigene Webseite von Anfang an mit dem Hintergedanken einer guten Seitengeschwindigkeit zu entwickeln.

Vor allem wenn man plant, seine Webseiten mit AMP auszuliefern kann man sich so einiges an Entwicklungsarbeit sparen, als wenn man später bei der Umstellung auf AMP feststellt, dass die eigene Webseite so gar nicht mehr funktioniert.

Generell sollte auch in jeder Webseite ein gutes Caching Plugin nicht fehlen. Für meine Kundenseiten habe ich mit W3 Total Cache sehr gute Erfahrungen gemacht.

Tipp 3: Inhalte Anpassen

Ein Tipp, der so offensichtlich ist und dennoch total wichtig ist: Stelle am besten direkt am Anfang alle vorgefertigten Inhalte selbst ein. Nach der Installation finden sich in WordPress diverser Beispielcontent, welcher am liebsten direkt entfernt werden möchte. So sind am Anfang sofort die Beispielseiten und Beispielposts zu entfernen und vorgefertigte Kommentare zu löschen. Auch der Titel und Untertitel sollte in den Einstellungen angepasst werden. Oft wird das bei der Entwicklung vergessen und man ärgert sich dann doch, wenn nach dem Übertragen in die Produktionsumgebung der Slogan „Eine weitere WordPress Seite“ nach dem Seitentitel in der Google Suche erscheint.

Auch die Permalinks sollten direkt nach den eigenen Wünschen angepasst werden. Die Standardverlinkung von Postarchiven und Schlagwörtern sind in nicht sehr SEO freundlich.

Außerdem sollten die vorinstallierten Twenty Themes direkt nach der Installation entfernt werden, solange man sie nicht zum experimentieren braucht. Diese sollten in einer Produktionsumgebung später nicht eingesetzt werden um eine eigenständigen und professionellen Webauftritt zu bieten.

Tipp 4: Analytics Installieren

Ohne Besucher auf einer Webseite macht das Betreiben einer Webseite wenig Sinn. Wenig Sinn macht es aber auch, wenn man gar nicht wirklich weiß, wieviele Besucher sich eigentlich auf der Webseite aufhalten. Und was noch viel interessanter ist: Wie verhalten sich eigentlich die Besucher auf meiner Webseite und was kann ich tun, um meiner Besucherzahl zu steigern?

Eine Abhilfe für diese Fragen bieten gute Analytics Tool. Die Top Kandidaten wären hier Google Analytics oder Matomo, aber auch kleinere Tools reichen schon aus um den Besucherstrom zu Messen. Wichtig ist, dass das jeweilige Tool von Anfang an mitläuft, sodass man über die Zeit die steigende Besucherzahl der eigenen Webseite messen und analysieren kann.

Tipp 5: Rechte und Rollen

WordPress hat ein sehr einfaches und rudimentäres Rechtesystem für Benutzer. Wenn von Anfang an klar ist, dass die Seite nicht nur einen Benutzer für den Administrator sondern vielleicht auch Benutzer für Redakteure oder sich registrierende Benutzer existieren sollen, dann sollte man sich vorher Gedanken um die Benutzerrechte und Benutzerrollen machen. Hier bieten sich einige gute Plugins wie der User Role Editor zum erweiterten Verwalten von Rollen und Rechten oder auch Ultimate Member um Memberships zu ermöglichen.

Fazit

Mit WordPress hat man ein CMS mit einer sehr einfach Installation zur Hand. Trotzdem gibt es einige Tipps und Tricks und auch noch viele weitere Dinge, die man beachten sollte wenn man sich ein WordPress System aufsetzt. Die Hier angesprochenen Punkte lassen sich auch noch bis ins Detail erläutern. Diese Liste könnte auch noch mit vielen weiteren Punkten ergänzt werden. Trotzdem habe ich aus meiner Erfahrung mitgenommen, dass man mit diesen Tipps erst einmal sehr gut fährt.